Viehsegnung zum Weideauftrieb

Foto: Limmer

Alle Jahre wieder werden bei der Weidegenossenschaft die Kälber aufgetrieben. In diesem Jahr brachten 16 Landwirte aus Heiligkreuz und Lindach, sowie dem Umland insgesamt 154 Kalbinnen im Alter von 15 Monaten bis drei Jahre. Ungestüm nahmen die Kalbinnen die neu gewonnene Freiheit in Beschlag und erkundeten die Weide ausführlich. Sie müssen nun lernen mit dem schwachstromführenden Weidezaun zurechtzukommen. Auf frischem und ungedüngtem Grünland dürfen sie ihre Sommerfrische genießen. Stier Memo hat seine Arbeit schon aufgenommen und nähert sich dem vierbeinigem Damenvolk ungeniert an, die dann trächtig am Ende des Sommers ihr Urlaubsdomizil verlassen sollen.

Weit über 100 Jahre wird das Vieh gemeinschaftlich auf die Wiesen in Engertsham aufgetrieben. „Das Bürokratische dabei wird nicht weniger. Jedes Tier hat seinen Pass, muss digital aus dem heimatlichen Stall abgemeldet und auf der Weide angemeldet werden“, umschreibt Hauptverantwortlicher Hans Friedrich einen Teil der Arbeiten, die nun notwendig sind. Täglich werden die Weiden auf Schäden an Zäunen von den Genossenschaftsmitgliedern kontrolliert und die Tiere regelmäßig auf eine andere der acht Weiden gestellt. „Dass ist wichtig, weil sonst das Gras sich nicht erholen kann und zu viel Gülle auf der Fläche versickert“, erklärt Friedrich.

Wichtig ist es den Bauern, die Weidesaison mit dem kirchlichen Segen zu beginnen. Deshalb hat Pfarrer Michael Witti die Aufgabe gerne übernommen. Nicht nur den Tieren, sondern auch den Landwirten und den Familien wünschte er ein unfallfreies und gesundes Jahr.

(Text/Bild: Limmer Ch.)

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