Gedanken zum „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ – Fronleichnam

Fronleichnam1Herr, ich nehme dich auf.

Du schenkst dich mir im heiligen Brot.

Ich weiß:

Ich soll dich nicht nur aufnehmen.

Ich soll dich übernehmen –

und ich soll übernehmen,

wozu du in die Welt gekommen bist.

Ich soll übernehmen, was du getan hast und wie du gelebt hast.

Ich soll es weiterführen, weitertragen.

Das möchtest du ja, wenn du zu mir kommst,

dass ich mich umwandle und werde wie du.

Herr, lass mir Zeit.

Ich kann einfach so vieles noch nicht aufgeben, was mich hindert,

dich und die Menschen so zu lieben,

wie du mich liebst.

Doch, Herr,

lass mich nicht in Ruhe,

bis ich die besseren Wege gehe –

als Zeuge deiner Barmherzigkeit.

(Aus: Ott H. Semmet, Zwiegespräch, Gebete nach der Kommunion, Verlag Friedrich Pustet, 2001)

Fotos: Limmer (Basilika Altötting)

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