Gedanken zum Neuen Jahr 2014 (M. Witti)

Madonna in der Erker-Kapelle im Feichtener Pfarrhaus
Madonna in der Erker-Kapelle im Feichtener Pfarrhaus

Meine Lieben,

wissen Sie, warum Ihnen Ihre Eltern den Namen gegeben haben, den sie nun schon Ihr Lebtag lang haben? Entspringt ihr Vorname einer Familientradition? War er eine Modeerscheinung? Gibt es vielleicht ganz persönliche Gründe dafür, dass Sie diesen und keinen anderen Namen tragen?

Dieser Tage wurden wieder die aktuell beliebtesten Vornamen der Deutschen für ihre Kinder veröffentlich. Bei den Buben waren im vergangenen Jahr statistisch betrachtet Ben, Luca und Paul die Spitzenreiter, während die Mehrzahl der Mädchen Mia, Emma oder Hannah genannt wurde.

Ich finde es bei Taufgesprächen oft sehr spannend, wenn Eltern mir erzählen, warum einen ganz bestimmten Namen für ihr Kind ausgewählt haben. Neben dem schönen Klang und dem persönlichen Geschmack lesen viele auch nach, woher ein  Name kommt und was er in seinem tieferen Sinne bedeutet.

Mit der Frage, wie sie das Kind denn nennen sollten, mussten sich Maria und Josef einst nicht lange herumschlagen. Der Engel hatte schon lange vor der Geburt den Namen genannt, den die beiden dem Kind geben sollten. „Jeschua“, so die ursprüngliche aramäische Fassung, war damals ein durchaus gebräuchlicher Vorname. Aber weil der eben der Engel schon diesen Namen genannt hatte, ist klar, dass er auch eine tiefere Bedeutung haben muss. Dieser Name ist gewissermaßen Programm!

„Jeschuha“ – lateinisiert dann „Jesus“ – bedeutet im Wortsinn so viel, wie „Gott hilft“ oder „Gott rettet“.

Das ist der Lebensauftrag dieses Kindes, den ihm nicht Maria und Josef mit auf den Weg geben, sondern den er von Gott selber erhalten hat. Dieses Kind, in dem Gott selber Mensch wurde, soll es allen Menschen zeigen und ihnen spürbar machen: GOTT ist nahe, hilft ihnen, rettet sie.

 

Meine Lieben,

„Jesus“ – „Gott hilft/Gott rettet“, dieser Namen wurde dem Kind gemäß jüdischer Sitte am achten Tag nach der Geburt gegeben.

„Jesus“ – „Gott hilft/Gott rettet“, dieser Namen ist am heutigen achten Tag nach dem Weihnachtsfest aber auch über uns ausgerufen.

„Jesus“ – „Gott hilft/Gott rettet“, dieser Name steht für Dich und für mich über diesem neuen Jahr 2014. Niemand von uns weiß, was die zwölf Monate, die 365 Tage bringen werden. Niemand weiß, wie viele helle und dunkle Stunden uns geschenkt und zugemutet werden.

Ich weiß nur, dass der Name „Jesus“ auch über diesem neuen Jahr steht.

In seinem Namen will ich es beginnen. In seinem Namen will ich offen und neugierig der Zukunft entgegengehen, die er mir schenken will.

Im Vertrauen auf seinen Namen will ich dann auch den Rat eines Kollegen hören, der schreibt:

 

Vierundzwanzig Stunden zählt der Tag.
Sei dankbar über jede.
Hundertachtundsechzig Stunden hat die Woche.
Sage nie: Ich habe keine Zeit.
Dreihundertfünfundsechzig Tage hat ein Jahr.
An jedem Tag wartet Gott auf dich.
Teile segnend deine Zeit.

 

Amen.

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