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Herrliche Abendprozession an Fronleichnam

_DSC4178An einem lauen Sommerabend feierten die Heiligkreuzer ihr Fronleichnamsfest. Erstmals begleiteten auch die Heiligkreuzer Bläser die Gläubigen durch den prächtig geschmückten Ort. An den vier Altären, die mit viel Liebe gestaltet wurden, spendete Pfarrvikar Pater Nelson Parakkadath den Menschen und dem Ort den Eucharistischen Segen. Schon zuvor erläuterte beim Gottesdienst in der Pfarrkirche die Bedeutung des Fronleichnamsfestes:

_DSC4101_DSC4106Fronleichnam – Leib des Herrn! Es ist tatsächlich der Leib des Herrn, der für uns gestorben und auferstanden ist. Ihn feiern wir heute. Die heilige Eucharistie ist das Abschiedsgeschenk unseres Herrn Jesus Christus. „Tut das zu meinem Gedächtnis“, lautet sein Auftrag, „damit ihr nicht vergesst, was meine Liebe tut!“. So bleibt der auferstandene Herr in der Brots Gestalt immer auf geheimnisvolle Weise unter uns gegenwärtig, auch wenn wir nicht verstehen können, wie das möglich ist: „Was das Auge nicht kann sehen, der Verstand nicht kann verstehen, sieht der feste Glaube ein“. Und dazu bekennen wir uns heute in aller Öffentlichkeit. Das ist der Sinn der Fronleichnamsprozessionen, die landauf ‒ landab stattfinden. Menschen demonstrieren manchmal für eine gute Sache oder aber gegen Missstände. Wir demonstrieren für die beste Sache der Welt: für Jesus und seine Liebe zu uns! Dafür brauchen wir uns nicht zu verstecken!

Wir alle essen von diesem Brot. Es ist der eine Jesus, den wir alle empfangen.  Er umfängt uns alle, er möchte, dass wir Menschen eins seien: ein Herr, ein Glaube, eine Taufe! Der gemeinsame Glaube an Jesus, das eine Brot, das wir essen, das ist das Band, das uns alle zusammenschließen soll, damit wir eins seien! Keiner lebt für sich allein. Wir alle sind in Jesus Schwestern und Brüder. Darum feiert man heute auch vielerorts ein Pfarrfest als Zeichen der Gemeinschaft untereinander. Es ist zugleich ein Fest, das unsere Freude über die bleibende Gegenwart Jesu im heiligen Sakrament ausdrückt. Er ist auch jetzt unter uns, wenn wir fröhlich miteinander feiern: „Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, da bin ich mitten unter euch“, sagt er ja (Mt 18,2).

_DSC4107Aber unser Blick muss sich auch weiten, er darf nicht an der Pfarreigrenze enden. Katholisch sein heißt immer, weltweit denken! Denn überall auf der Welt, wo das Opfer Jesu Christi in der heiligen Eucharistie gefeiert wird, sind unsere Schwestern und Brüder. Es gibt zwar viele Gemeinden, aber nur eine Kirche! Darüber hinaus muss unser Blick sich weiten auf die vielen Menschen, die Jesus nicht kennen. Auch für sie ist er Mensch geworden, auch für sie ist er gestorben. Er allein ist der Herr und der Heiland der Welt. Und diesen universalen Anspruch Jesu drücken wir dadurch aus, dass wir ihn heute in der Monstranz in die Öffentlichkeit tragen. Wir tragen ihn hinaus in seine eigene Welt!

_DSC4148_DSC4185„Gott ist die Liebe“ (1 Joh 4,8). Das hat er uns in Jesus anschaulich vor Augen geführt. Deshalb wollte Jesus im Sakrament unter uns gegenwärtig sein und uns zur Einheit zusammenführen. Unsere Antwort darauf muss sein, dass auch wir bemüht sind, die Mitmenschen zu lieben, nicht im Wort sondern in der Tat: „Bleibt in meiner Liebe“ sagt Jesus, und er fügt hinzu: „Liebt einander so wie ich euch geliebt habe“ (Joh 15,9.12). Das ist ein hoher Anspruch! Wir müssen uns immer wieder bemühen, täglich, das ganze Leben hindurch, diesem Gebot gerecht zu werden, auch wenn wir immer schwache Menschen bleiben.

_DSC4167Der heutige Tag soll zugleich ein Tag der Dankbarkeit sein, Dankbarkeit dafür, dass Jesus uns so nahe ist, dass er immer in unserer Mitte ist und zwar in seinem Wort und im heiligen Sakrament. „Danket dem Herrn, denn er ist gut; in Ewigkeit währet sein Erbarmen!“ Amen.

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(Fotos: Limmer)

 

 

 

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