

So wurde szenisch dargestellt, wie Gemeinschaft so exklusiv sein kann, dass andere ausgeschlossen oder gar verachtet werden. Als positive Beispiele wurde gezeigt, wie man Flüchtlinge durch einfache Gesten der Menschlichkeit integrieren könnte und auch Außenseiter eine Chance bekommen sollten. In diesen kurzen Spielszenen schwang viel von den alltäglichen Erfahrungen der jungen Leute mit.
„Martyria“, also das öffentliche Bekenntnis des Glaubens und der eigenen Überzeugung war zuerst ein schwieriges Thema. Aber
Sehr engagiert wurde nach der mittäglichen Einkehr beim „Bräu in Wald“ dann noch das Thema „diakonia“, also die gelebte Nächstenliebe, angegangen. Animiert von Jesu Wort „Ich habe euch ein Beispiel gegeben…“ aus dem Evangelium von der Fußwaschung wurde auch die ganze Palette menschlicher Nöte von den Jugendlichen erkannt und kritisch engagiert dargestellt. So wurde etwa spielerisch gezeigt, dass es zwar herzlos ist, einem Bettler die Tür vor der Nase zuzuschlagen, aber ebenso wurde dargestellt, wie respektlos auch eine rasch hingeworfene Münze sein kann, wenn man nicht den Mut hat, dem bedürftigen Gegenüber auch in die Augen zu schauen und ihm so, neben dem Almosen, auch ein Stück Würde zu geben. Viele alltägliche Anregungen zur gelebten Nächstenliebe kamen ebenso, wie der Hinweis auf junge Leute, die in Sucht und Drogen abgleiten, weil oft niemand den Mut hat, hinzuschauen und Hilfen anzubieten. Hier war zu spüren, dass die Drogenberatung, die ebenfalls ein Angebot auf dem Weg zur Firmung ist, manchen unter die Haut ging.

Am Ende waren alle überrascht, wie schnell die Zeit verging und wie viel die Firmung mit den alltäglichen Leben der jungen Leute zu tun hat. Es wurde spürbar, dass Gottes Heiliger Geist eine wirkliche Kraft für ein gelingendes Leben sein kann. Der zweite Termin für diesen Einkehrtag ist dann für die übrigen, die hier keine Zeit hatten, Samstag, der 2. August. Die Firmung selbst spendet Dekan Günther Mandl den Jugendlichen dann am 26. September in der Harter Pfarrkirche.
Pfarrverband Feichten die Pfarreien Feichten an der Alz, Hart an der Alz, Heiligkreuz und Wald
