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Diakonenweihe in Feichten

Für Günther Jäger aus Oberbuch und Dr. Marius Schwemmer war es wohl einer ihrer bewegendsten Tage in ihrem Leben. Sie wurden in der Pfarr- und Wallfahrtskirche „Maria Himmelfahrt“ von Bischof Dr. Stefan Oster zu ständigen Diakonen geweiht.
Beide Männer bleiben künftig dort, wo sie auch schon ihre Ausbildung und Praktika gemacht haben. Für Günther Jäger ist das der Pfarrverband Feichten und Dr. Marius Schwemmer wird weiterhin in der katholischen Studentengemeinde in Passau tätig sein, wo er auch schon den dortigen Chor geleitet hat. Für Bischof Dr. Stefan Oster ist es wichtig, dass die beiden neuen Diakone vor allem für Menschen in Not, für Bedürftige und Menschen am Rand der Gesellschaft da sind. Sie sollen ein Auge und ein Herz für sie haben, dies mit in ihre Arbeit bringen, damit die Menschen auch berührt werden von der Liebe Gottes.
Nach dem feierlichen Gottesdienst waren beide noch ganz ergriffen von den Geschehnissen und konnten das gerade erlebte noch nicht in Worte fassen. „Das wird sich wohl in den nächsten Tagen so entwickeln, dass man es in Worte fassen kann.“ so Dr. Marius Schwemmer. „Während des langen Weges haben mich viele Menschen gefragt, warum ich das mache. Ich hatte am Anfang noch keine Antwort darauf. Jetzt hab‘ ich sie: Weil es wunderschön ist. Es geht aber nur, wenn man mit dem ganzen Herzen dabei ist und die Familie dahinter steht.“ so die tiefempfundenen Worte Jägers.
In der Predigt sagte Dr. Stefan Oster, dass das Diakonat ein schönes Zeugnis es sei in der Kirche ein Diener zu sein. Günther Jäger, der seit vielen Jahren im kirchlichen Dienst zu finden ist, mache dies sehr deutlich. Schwemmers Ambitionen seien es, dass Gott verherrlicht werde. Dies geschehe nicht aus Ehrgeiz oder Prahlerei, sondern mit dem Fokus, dass immer wieder neu gelernt und verstanden werden will, warum überhaupt in der Kirche gedient werde. „Bleiben sie Männer des Gebetes. Es wird uns schwerfallen, uns allen miteinander die Gegenwart Christi im Herzen jedes Menschen zu erkennen, wenn wir sie nicht vorher im eigenen Herzen erkannt haben.“ Forderte er die beiden auf. „Möge dies ihnen beiden gut gelingen, dass sie sich immer wieder von dieser Liebe berühren lassen und sie den Menschen zeigen.“ so Osters Wunsch.
An die Seite der beiden Weihekandidaten stellten sich die Konzelebranten Pater Mirko Legawiec, Pfarrer Max Weigl, Pfarrer Michael Witti, Spiritual Dr. Otto Schwankl, Domvikar Andreas Erndl, Domkapitular Gerhard Auer und Diakon Dr. Anton Cuffari. Sie haben die beiden Männer in den letzten Jahren auf ihrem Weg begleitet und ihnen spirituelle Hilfestellung gegeben. Zu den Klängen des Kirchenchores Feichten, den Kapellsolisten Altötting und der Viva Musica Salzburg, dem Diözesanblechbläserensemble und Regionalkantorin Sylvia Freymadl und Regionalkantor Gerhard Berger zogen die Jäger und Schwemmer mit der zahlreich anwesenden Priester- und Diakonenschar ein. „Hier bin ich!“ so die Worte mit denen sie um die Weihe baten. Vor der Weihe richtete sich Bischof Dr. Stefan Oster auch an die beiden Ehefrauen Ursula Jäger und Elisabeth Schwemmer und fragte ob sie bereit sind, ihre Ehemänner im Dienst der ihnen am Festtag übertragen wird, zu unterstützen. Beide bejahten dies. Die gefalteten Hände in den Händen des Bischofs versprachen sie Ehrfurcht und Gehorsam. Mit der schweigenden Auflegung der Hände wurde die Weihe vollzogen. Hierzu wurden sie von den anwesenden Diakonen beglückwünscht. Danach wurden beide gleich in den Dienst des Diakons genommen. Sie bereiteten den Altar für die Eucharistiefeier vor und assistierten dem Bischof. Zum Schluß des Gottesdienstes traten die beiden neugeweihten Diakone an den Marienaltar, entzündeten ihre Weihekerze an der Osterkerze und sprachen ihr Weihegebet, bevor alle mit dem bischöflichen Segen in den Tag entlassen wurden.
Gefeiert wurde dann bei einem gemeinsamen Mittagessen im Gasthaus „zur Post“ in Kirchweidach, wo Günther Jäger und Dr. Marius Schwemmer ihre Weiheurkunde erhielten. Mit einer Vesper, die von Bischof emeritus Wilhelm Schraml in der Pfarrkirche St. Vitus in Kirchweidach geleitet wurde, klang der Tag noch einmal festlich aus. Hier nutzten die beiden die Gelegenheit, sich bei allen Helfern, Unterstützern, Weggefährten, Freunden, Verwandten und vor allem bei den Ehefrauen und Kindern für die Unterstützung zu bedanken.

(Text/Bilder: Limmer)

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