Alle Jahre hat er zu „Maria Himmelfahrt“ in Feichten den Gottesdienst zum Kirchenpatrozinium gefeiert, solange es seine Gesundheit zuließ. Nun ging er am 15. August sterbend in die ewige Heimat hinüber.


Es folgte eine kurzzeitige Tätigkeit als Pfarrverwalter in Künzing und Wallersdorf, bevor ihm der Bischof 1978 Antonius Hofmann das Amt des Regens im Priesterseminares St. Stefan in Passau übertrug, das er erst 1992 an Josef Werkstätter abgab. „Es waren 14 Jahre in denen ich gereift bin“, sagte er später.
1988 folgte er dem Ruf ins Passauer Domkapitel. KAB (Katholische Arbeiterbewegung), Erwachsenenbildung, Diözesanrat, Bau- und Kunstreferat, Bildungshäuser, geistlicher Beirat mancher Gruppen, zuständig für die Diözesanpilgerstelle, für Hochschulfragen, Mission und Männerseelsorge – viele Aufgaben hatte Wagenhammer dort und sie haben ihm alle viel Spaß bereitet, wie er berichtet. Doch vor allem setzte er sich für die Jugend ein, die ihm immer wichtig war. Die Priesteranwärter begleitete er oft zu Exerzitien ins Stift Admont in Österreich.

Als Verantwortlicher für die Weltkirche reiste er vor 15 Jahren mit Wilhelm Schraml nach Brasilien um dort Bischof Dom Paulo einen Gegenbesuch abzustatten. Unter brasilianischer Sonne konnte er dort auch seinen 70. Geburtstag feiern. Weltkirche auf der einen Seite und Ortskirche auf der andern – Dr. Hans Wagenhammer ist es ein Anliegen sein Fach, die Fundamentaltheologie, immer praktisch anzuwenden. Hier hat er Wege gesucht, Grundsätzliches mit Aktuellem auf einen Nenner zu bringen und es den Menschen zu vermitteln. Als Leiter der Diözesanpilgerstelle hat er viele Reisen unternommen und die Reisenden als geistlicher Begleiter ins Heilige Land und die Pilgerorte mit Lourdes, Assisi oder Fatima begleitet.
Die wenige Freizeit, die ihm bei den reichhaltigen Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten blieb, nutzte er gerne für sportliche Aktivitäten: Alpinistisch war er oftmals auf den bekannten Klettersteigen der bayrischen und österreichischen Alpen unterwegs und konnte nicht nur den Großglockner und Großvenediger besteigen. Skifahren war ebenfalls eine große Leidenschaft. Sein Kajak, mit dem er so manche Wildwasserfahrt mit Eskimorolle unternahm, begleitete ihn jahrelang. Zuletzt war er mit dem Auto noch mobil.
Vor 16 Jahren hat er seinen wohlverdienten Ruhestand angetreten. Sein Amt als Dompropst hat er damals an Hans Striedl abgegeben. Doch ein wirklicher Ruhestand war es nie. „Ich muss den Ruhestand immer wieder unterbrechen, es ist ja noch keine ewige Ruhe“, meinte Wagenhammer verschmitzt. Er wusste mit seiner Zeit genug anzufangen. In seinem kleinen Blumengarten am Domplatz war er gerne zugange. Die Stippvisiten in Feichten wurden jedoch in den letzten Jahre leider weniger.

Der Termin für die Trauerandacht in Feichten und das Requiem im Hohen Dom zu Passau mit anschließender Beerdigung im Domherrengrab auf dem Passauer Innstadtfriedhof wird noch bekannt gegeben.
Bilder: Christine Limmer/Text: Christine Limmer & Redaktion
Pfarrverband Feichten die Pfarreien Feichten an der Alz, Hart an der Alz, Heiligkreuz und Wald