Firmlinge bei der „Trostberber Tafel“

_DSC5161Elf Firmlinge informierten sich im Rahmen des Firmprogrammes über die Tätigkeiten bei der Trostberger Tafel. Leiterin Ulrike Bergmann-Fitz erklärte, dass die Einrichtung „Trostberger Tafel“ seit inzwischen seit 14 Jahren angeboten wird. Es werden dabei ca 200 bis 250 Personen bedient. Die Tafel kann nutzen wenn er wenig Geld im Monat zur Verfügung hat, die Bedürftigkeit seitens des Bürgerbüros geprüft wurde und ein entsprechendes Formular, dass ein Monat lang gültig ist, ausgestellt wurde. In die Tafel kommen Mitmenschen mit wenig Geld, freiwillig Obdachlose, Drogen-und Alkoholabhängige, Aussiedler aus Rußland und seit dem vergangenen Jahr auch Asylbewerber. Die Tafel bezieht ihre Waren aus insgesamt 32 verschiedenen Geschäften und Discountern des Umkreises von Mühldorf bis Waldkirchen, Unterneukirchen bis Traunreut. Doch auch Großhersteller wie Hipp oder den Milchverarbeitungsbetrieb Nestle in Weiding findet man unter den Anbietern. Im vergangenen Jahr konnten so an die 21 Tonnen Lebensmittel an die Tafelnutzer ausgegeben werden. Die Waren befinden sich nahe am Mindesthaltbarkeitsdatum, sind aber nicht abgelaufen, betont Ulrike Bergmann-Fitz.

_DSC5160Darunter sind Backwaren, Milchprodukte, Wurst- und Fleischwaren, sowie Gemüse und Obst. Manchmal können auch Konserven, Getränke, Schokolade, Müsli, Essig und Öl angeboten werden. Selten dagegen ist die Ausgabe von Reis, Nudeln, Zucker, Mehl und Salz – denn diese Artikel haben kaum ein Mindesthaltbarkeitsdatum, dass es zu beachten gibt. Non-Food Artikel wie Pflegeprodukte oder Waschmittel bekommt die Tafel dagegen kaum ins Lager. Derzeit kümmern sich 60 ehrenamtliche Mitarbeiter um die tägliche Einsammlung der Lebensmittel mit dem Kühltransporter, damit die vorgeschriebene Kühlkette nicht unterbrochen wird, die Lagerung und die Ausgabe an die Tafelnutzer. Täglich wird in die Regale ein- und umgeräumt, vorbereitet damit an den drei Tafeltagen der Woche: Montag, Mittwoch und Samstag die Waren bereitstehen. Zudem wird in der Grundschule eine Kindertafel während der Schulzeiten angeboten. Sie richtete sich an diejenigen Kinder, deren Eltern wegen Krankheiten (Sucht, psychische Krankheiten, anderen Krankheiten) nicht in der Lage sind ein Frühstück zuzubereiten oder wo Schichtarbeit geleistet wird oder schlicht und einfach kein Geld für Frühstück und Pausebrot zur Verfügung steht. Die Kindertafel öffnet um 7 Uhr, stellt Brot, Semmeln und Marmelade, manchmal Wurst und Käse, sowie einmal in der Woche Müsli für die Kinder bereit. Damit soll gewährleistet werden, dass die Kinder dem Unterricht folgen können.

_DSC5159Wie viele andere soziale Unternehmen kämpft auch die Trostberger Tafel mit den Fixkosten, die derzeit bei 15 000 Euro pro Jahr liegen. Hier ist als kleines Beispiel nur die Ladenmiete oder der Unterhalt des Kühltransporters zu nennen. Die Tafel finanziert sich fast ausschließlich von Spenden, die in den letzten Jahren aber deutlich zurückgegangen sind, erzählt Ulrike Bergmann-Fitz. Sie schreibt jährlich an die 200 Briefe, die sie an Vereine, Stiftungen und Unternehmen abschickt. Sie bewirbt sich mit dem Konzept bei Preisausschreiben und Organisationen um Gelder zu akquirieren. Lebensmittelspenden (Marmeladen, Aufstriche, Kompott, Chutneys, Säfte) mit genauer Beschreibung der Inhaltsstoffe und des Fertigungsdatums, sowie überschüssiges Obst und Gemüse aus dem heimischen Garten werden jeweils Montag bis Donnerstag zwischen 11.30 und 13 Uhr, und am Freitag, zwischen 16.30 und 18 Uhr im Tafelladen, Jägerstraße 2c in Trostberg entgegengenommen.

Eine Finanzspritze ist ebenfalls gerne gesehen. Es steht die Anschaffung eines neuen Kühltransporters auf dem Programm. Spendenkonto: Kath. Pfarrkichenst. St. Andreas, Trostberger Tafel, IBAN: DE 127 105 205 00000 101 246. Nähere Infos zur „Trostberger Tafel“ finden sie hier.

_DSC5158(Text/Bilder: Limmer)

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