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Maria ökumenisch feiern

Ein ganz besonderer Akzent wurde im 500. Jahr der Reformation in der Feichtener Pfarr- und Wallfahrtskirche gesetzt. Der Kirchenbau stand kurz vor seiner Vollendung, als mit der Veröffentlichung von Luthers Thesen in Wittenberg der historische Prozess der Reformation begann. Um zu zeigen, dass die beiden großen Konfessionen heute viel mehr verbindet, als sie jemals trennen könnte, wurde unter großer Beteiligung von Gläubigen beider Kirchen ein ökumenischer Mariengottesdienst gefeiert. Am 8. September, dem Fest „Maria Geburt“, wurde so spürbar, dass gerade auch der Blick auf die Gottesmutter die Kirchen keinesfalls trennt, auch wenn das ein lange gehegtes wechselseitiges Vorurteil war. Daher wurde zuerst Marias „Magnificat“, das am Beginn des Lukasevangeliums steht, erst aus der katholisch gültigen neuen Einheitsübersetzung und dann nochmals aus der revidierten Lutherbibel vorgetragen. Es waren dann Auszüge aus einer Predigt Martin Luthers zu diesem Bibeltext, die im Wechsel von Pfarrerin Andrea Klopfer aus Burgkirchen, von Pfarrer Dr. Josef Höglauer aus Trostberg, von Pfarrer Michael Witti aus Feichten und dessen Praktikanten Günther Jäger im Wechsel vorgetragen wurden. Auch wenn die Sprache etwas fremd wirkte, war der Inhalt doch bis heute für alle Christgläubigen sehr bedenkenswert. Die evangelische Kantorei aus Burgkirchen und der katholische Kirchenchor aus Feichten trugen gemeinsam auch ein wunderschönes Marienlied aus der Feder Martin Luthers vor. Nach den Fürbitten und dem gemeinsam gebeteten „Vater unser“ überreichte Pfarrer Michael Witti den Vertretern der mitfeiernden evangelischen Gemeinden eine Tafel mit dem Feichtenener Gnadenbild. Auch alle Mitfeiernden haben ein kleines Bild der Feichtener Madonna als Andenken mit auf den Weg bekommen. Den Segen spendeten dann Pfarrerin Andrea Klopfer, Pfarrer Michael Witti und Pfarrer Dr. Josef Höglauer gemeinsam. Im Anschluss traf man sich zum ökumenischen Beisammensein im Gasthaus Feichten. Dort informierte MdB Tobias Zech über die dramatische Lage in Syrien und im Nahen Osten. Ihm wurde auch die Kollekte zugunsten der „Orienthilfe“ übergeben, die er an deren Initiator Christian Springer weiterleiten wird (siehe eigener Beitrag). (Text: Witti/Fotos: Limmer)

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