
Seit inzwischen 110 Jahren wird das Vieh gemeinschaftlich aufgetrieben. Die Kalbinnen benötigen dafür einen Nasenring, Ohr- und Fliegenmarke, sowie einen Rundum-Check vom Tierarzt, bevor es zum „Check In“ geht. Schon einige Tage vor dem Auftrieb müssen die Tiere das Fressen zuhause üben. Das viele Grün, der viele Platz, die tierischen Kollegen und der unbekannte Elektrozaun bringen anfangs Stress in die Runde. Doch auch für den Hauptverantwortlichen Hans Friedrich gibt es genug zu tun. Die Rinderpässe müssen kontrolliert werden und die Tiere per Internet an- und abgemeldet werden. Die Weiden und deren fünf Kilometer lange Umzäunung werden zudem nun täglich auf ihre Vollständigkeit kontrolliert, damit nichts passiert.

Die Weidegenossenschaft Heiligkreuz wurde 1908 gegründet. In Zeiten wo Landwirte für Vieh nicht mehr den notwendigen Weidegrund besitzen, ist diese Möglichkeit eine geeignete Lösung seine Tiere im natürlichen Freiland unterzubringen. Dafür stehen acht Wiesen zur Verfügung. Ein Weidewechsel erfolgt jeden zweiten Tag um das reine, ungedüngte Naturland zu schonen. Weil die Bauern tief im Glauben verwurzelt sind, durfte auch die Viehsegnung zu Beginn der Saison nicht fehlen.

(Text/Bilder: Limmer)
Pfarrverband Feichten die Pfarreien Feichten an der Alz, Hart an der Alz, Heiligkreuz und Wald