Firmvorbereitung 2022 eindrucksvoll gestartet

Foto: Haus Heilig Geist

18 junge Christen wollen sich in diesem Jahr auf die Firmung vorbereiten. Wie nun im Bistum Passau üblich werden sie im Laufe dieses Jahres 16. Da dieses neue Firmalter je nach Schullaufbahn sehr unterschiedliche Lebenssituationen mit sich bringt, war auch ein ganz neuer Ansatz bei der Vorbereitung nötig. Theoretisch könnten ja ehemalige Mittelschüler, die schon im ersten Ausbildungsjahr sind ebenso dabei sein, wie Realschüler, die demnächst ihre Abschlussprüfungen machen und Gymnasiasten, die noch im „normalen“ Schulalltag stecken. So wird nun im „Seelsorgeraum Burghausen“, der das ehemalige Dekanat Burghausen umfasst, von mehreren Pfarrverbänden gemeinsam ein sehr innovativer, gehaltvoller und spannender Weg der Vorbereitung auf den Empfang der Firmung angeboten. Unter dem Mundart-Motto „Hoibe sechse Heilig Geist“ treffen sich die Firmbewerber am ersten Sonntag im Monat um 17:30 Uhr im Burghauser „Haus der Begegnung Heilig Geist“ und zwei Stunden lang Themen des Lebens und des Glaubens auf die Spur zu kommen .

Die jungen Leute aus dem Pfarrverband Feichten waren vom ersten Treffen durchaus begeistert. Es ging um das Thema „Gebet“. Nach dem liturgischen Auftakt in der Hauskirche konnten sie in einer Art „Speed-Dating“ vier verschiedene Formen des Betens kennenlernen. Jeweils 15 Minuten standen zur Verfügung. Dabei wurde bewusst ganz verschiedene Sinne und Fähigkeiten angesprochen.

Rebekka Redinger-Kneißl vom Haus Heilig Geist stellte „Blackout Gebete“ vor. In einem beliebigen Zeitungstext wurde alle Wort geschwärzt, die einen nicht spontan in irgendeiner Form angesprochen haben. Übrig blieben „Signalworte“, die in der aktuellen Lebenssituation etwas im jeweiligen Menschen angesprochen hatten. mit diesen Worten konnte dann sehr lebensnah ein persönliches Gebet entstehen.

Einen persönlichen Gebetswürfel konnte man in einer weiteren Gruppe mit Silvia Spielbauer gestalten. Morgen-, Abend- oder Tischgebete konnten darauf platziert werden. So kann man spielerisch würfelnd ein Gebet für die jeweilige Situation finden.

Spannend war für viele der Jugendlichen das Beten mit dem Körper. Der Burghauser Gemeindereferent Klemens Fastenmeier stellte hier einige kleine Übungen vor, vom bewussten Stehen und Atmen, bis hin zum Vater-unser-Gebet mit Bewegungen.

Herausfordernd war die Viertelstunde zur Kontemplation, die Domkapitular Dr. Anton Spreizer angeboten hat. Ganz nahe am Leben der jungen Christen zeigte er, wie man Stille ganz tief und vielfach auch sehr wohltuend und befreiend erfahren kann. Es war ein Gebet ohne Worte, ein Still- und Leerwerden vor Gott.

Seinen Abschluss fand dieser außergewöhnliche Abend wieder in der Hauskirche. Man darf gespannt sein, was die Firmbewerber beim nächsten Mal „Hoibe sechse Heilig Geist“ am 1. Mai erwarten wird…

 

Infos zum „Haus der Begegnung Heilig Geist“ mit seinen vielfältigen Angeboten sind hier  zu finden.

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