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Großer „Frühlings-Hoagart“ der KAB in Hart

Großen Applaus und Begeisterung ernteten die Mitwirkenden des Frühlingshoagart der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in Hart/Alz, der in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung durchgeführt wurde. Lustig und fidel war es den Sängern und Musikanten gelungen, den Frühling zu besingen und zu musizieren. Nach dem Motto „Rund um das Brauchtum“ führten die Sprecher Pfarrer Michael Witti und Kreisheimatpfleger für Brauchtum und Volksmusik, Sepp Steiner, durch den geselligen Hoagart. KAB-Ortsvorsitzender Franz Wastl konnte dazu im Harter „AlzChem“-Betriebsrestaurant, das vom Garchinger „Wirtssepperl“-Wirt Georg Schartner bewirtschaftet wird, rund 120 Besucher begrüßen.

Der „Weidacher Dreig’sang“ mit (von rechts) Rosi Grafetstetter, Andrea Becher und Marion Anneser wurden von Martin Gindl auf der Ziach begleitet.

Eröffnet wurde der Hoagart von der Thalhauser Blasmusi unter Leitung von Alois Dietweger mit einer flotten Volksweise. Mit weiteren Volksweisen, einer Polka und einem flotten Marsch waren die sechs Bläser zu hören. Der „Weidacher Dreig’sang“, mit Marion Anneser, Andrea Becher und Rosi Grafetstetter, wurden auf der Ziach von Martin Gindl begleitet. „Jetz kimmt des scheene Frühjahr“ war eines von sieben Liedern. Die „Schroffener Stubenmusi“ spielte in der Besetzung Waltraud Gründwald, Gitarre; Claudia Stadler, Zither; Theresia Hechenberger, Hackbrett; und Theresia Thurnhuber, Hackbrett; neben den Maitanzwalzer, die Josefi-Polka, den Heuboden-Walzer, den Strawieslmarsch, ein Aufweckstückl und Gigl Gogl. „D’Jagamusi“, war in der Besetzung von Edith Heistinger, Ziach; Florian Ertl, Ziach; Johannes Frankenberger, Gitarre, und Andreas Forster, Tuba, zu hören. Sie spielten die Volksweisen „In da Fruah“, „Marsch der Steirer“, „Kerzenliachtlandler“, die „Saalfeldner Polka“ die „Bergler Polka“ und den „Donibauernwalzer“. Da „Edinga Vierg’sang“ mit Franziska Hiebl, Rita und Franz Zimmermann sowie Klaus Überacker (Gitarre und Baß) wurden von Dr. Reinhard Baumgartner, Kreisheimatpfleger im Landkreis Mühldorf, auf der Zither musikalisch begleitet. „Mag’s denn net Fruhjahr werd’n“, „Bin auf und auf ganga… s’boarisch Landl“, schließt mit einem Jodler ab. Mit dem Lied „Es neigen sich die Stunden“, wünschte der „Edinga Vierg’sang“ a guade Nacht.

Der „Edinga Viergsang“ (von links) Franziska Hiebl, Rita Zimmermann, Franz Zimmermann und Klaus Überacker, wurden vom Mühldorfer Kreisheimatpfleger Dr. Reinhard Baumgartner (sitzend) auf der Zither begleitet.

In bayerischer Mundart berichteten Pfarrer Michael Witti und Sepp Steiner „Vom Brauchtum im Frühjahr“. Angefangen mit der Fastenzeit, dem Aschermittwoch als Fast- und Abstinztag, den Fastenspeisen an den 40 Tagen der Fastenzeit, die dem Körper zum Entschlacken gut tun, dem Josefitag, der seit 1969 kein gesetzlicher Feiertag mehr ist, Josef, der Schutzpatron der Ehepaare, Arbeiter und Handwerker. Eine Bauernregel besagt: „Ist’s Josefi klar gibt’s ein gutes Honigjahr. Ein Brauch an Ostern ist die Speisensegnung. Die Walpurgisnacht am 30. April auf den 1. Mai, der Heiligsprechung der heiligen Walburga, leitet den Tanz in den Wonnemonat Mai ein. Die Maiandachten zur Ehre der Mutter Gottes, sind ein gepflegtes Brauchtum der anschließenden Geselligkeit, wo sich Leute treffen. Christi Himmelfahrt ist nur noch Vatertag, früher gabs in den Kirchen das Hl.-Geist-Loch, wo der auferstadene Christus in dem Himmel hochgezogen wurde. Pfingsten ist heute Volksfestzeit und hat hohe Bedeutung in den Urlaub zu fahren. Es großes Fest ist Fronleichnam, der große Prangertag, bei dem Prozessionen durch die geschmückten Straßen und Wege führen. Dem Dreifaltigkeitsfest folgt am dritten Freitag nach Pfingsten das Herz-Jesu-Fest, in Tirol auch heute noch ein Feiertag, aufgrund des Sieges über die Franzosen im Jahre 1797. Das Entzünden der Sonnwendfeuer oder Herz-Jesu-Feuer, gehört auch heute noch zum Brauchtum, wo die Leute gesellig zusammenkommen. Imposant sind die Bergfeuer um diese Zeit, so in Maria Alm oder am Steinernen Meer. Vom Pfingstochs sowie einer Wetterregel an Pfingsten wurde weiters berichtet.
Den Begriff „Hoamat“ erläuterte Pfarrer Michael Witti. Er selbst habe in Feichten „Hoamat“ gefunden, wo er seit sieben Jahre lebt und mittlerweile im großen Pfarrverband Feichten, Hart, Heiligkreuz und Wald/Alz, „Hoamat“ gefunden hat. Allen Hoagart-Besuchern wünschte Pfarrer Witti abschließend „a echte und a schöne Hoamat“. Gemeinsam wurde abschließend eingestimmt in das Lied „A ganze Weil hamma jetzt g’sunga und g’spuit“. Sepp Steiner dankte allen Besuchern und Sponsoren aus der hiesigen Geschäftswelt, die diesen Frühlingshoagart finanziell ermöglicht haben.

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