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Kolping-Aktion: „Mein Schuh tut gut“

Wie eine Familie wachsen auch die Kolpingsfamilien Trostberg und Heiligkreuz immer mehr zusammen. Nicht nur das Café International wird gemeinsam organisiert, sondern auch bei der Aktion „Mein Schuh tut gut“ geht man gemeinsame Wege.

Die Jungkolping verpackt die abgegebenen Schuhe gleich auf dem Dorfplatz in Heiligkreuz

Schon im Oktober hat die Trostberger Kolpingsfamilie St. Andreas einen Abgabetag für gebrauchte Schuhe angeboten. Bei den Heiligkreuzern war es am vergangenen Wochenende soweit. Zusammengekommen sind etwa 1400 Schuhe in 29 Kartons. Ein ums andere Mal kamen Bürger, die ihre Schuhe für die gute Sache spenden wollten. Gut erhaltene Bergschuhe fanden sich dabei ebenso wie Kinderschuhe, Stiefel, Sportschuhe und Flipflops.
Geordnet und sortiert verpackten die Mitglieder die Schuhe in großräumige Kartons und haben sie auf Paletten gestappelt, die nun von einer vom Kolpingwerk beauftragten Recyclingfirma abgeholt werden. Vor drei Jahren noch mussten alle Pakete über den Postweg Trostberg verlassen. Nun warten sie in der Lagerhalle von Kolpingmitglied Bernhard Paetzelt auf die Verladung in Richtung Hilpoltstein, wo sie weiter sortiert und gebündelt werden.
Insgesamt ist die Aktion nicht nur regional ein großer Erfolg. Vor drei Jahren war vom Kolpingwerk das Ziel 25 000 Schuhe zusammenzubekommen. In den letzten beiden Jahren w

Von li nach re: Bernhard Paetzelt, Birgit Niedermeier, Sebastian Hartl, Magnus Limmer, Florian Wiesmaier, Sebastian Pyrcherer, Ernst Hartl

aren es dann über 200 000 Schuhe die eingegangen sind. Für dieses Jahr wird die Grenze von einer halben Million Paar Schuhe erwartet, so Otto Jacobs, Referent des Kolpingwerkes Deutschland. Im Sortierwerk entscheidet sich, welche der Schuhe wohin geliefert werden. 90 Prozent der Sammelware konnten noch weiter verwendet werden. Davon gehen etwa 3 Prozent in die Kolping-Secondhand Läden, 27 Prozent in den Export in Schwellenländern und 70 Prozent in Entwicklungsländer, berichtet er.
Dazu tragen die Trostberger und Heiligkreuzer gerne bei. Nachhaltigkeit und zu wissen, dass „mein Schuh gut tut“ ist für die Verantwortlichen Birgit Niedermeier (Kolping Trostberg) und Ernst Hartl (Kolping Heiligkreuz) ein gutes Argument die Aktion auch im nächsten Jahr wieder anzubieten. Immerhin werden in Deutschland pro Jahr an die 600 Millionen Paar Schuhe von ihren Besitzern aussortiert und nicht mehr getragen. Dieser Überfluß belastet vor allem die Umwelt und Müllhalden, während sie anderswo noch gebraucht werden können. „Hilfe kann so einfach sein.“ Sind sich beide einig.

(Text/Bilder: Limmer)

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