„Mut tut gut“ – Eindrücke vom Kolpingtag in Köln

DIGITAL CAMERA30 Mitglieder der Heiligkreuzer Kolpingsfamilie – jung und alt – machten sich auf zum großen Kolpingtag nach Köln. Drei Tage waren sie auf den Spuren des Seligen unterwegs und durften erleben, welch weltumspannendes Werk aus einst so kleinen Anfängen erwachsen ist.

DIGITAL CAMERAPapst Franziskus hat die Arbeit des katholischen Kolpingwerks gewürdigt und dabei hervorgehoben, wie aktuell die Mission Adolf Kolpings bis heute sei. Er schickte ein Grußwort zum Kolpingtag in Köln unter dem Motto „Mut tut gut“, an dem seit Freitag mehr als 16.000 Menschen teilgenommen hatten. Es freue ihn sehr, dass sich so viele Menschen im Gedenken an den 150. Todestag des Seligen versammelt hätten, schrieb Franziskus in seiner Botschaft, die der Apostolische Nuntius, Erzbischof Nikola Eterovic, verlas. Schon Kolping, so der Papst weiter, habe klar gesehen, dass die Familie das wertvollste Kapital sei – nicht nur für den einzelnen Menschen, sondern für die gesamte Gesellschaft. Seine Worte hätten sich angehört wie ein Programm für die heutige Zeit, wenn er etwa geschrieben habe: „Die Rettung des Menschengeschlechtes fängt bei der Familie an […] – also nicht in Volksversammlungen und auf dem öffentlichen Markt der Welt, […] nicht in der Wortschlacht der öffentlichen Debatte, am allerwenigsten in der Hetz- und Treibjagd der Presse.“

DIGITAL CAMERAMit einem Gottesdienst in der Lanxess-Arena ging die Großveranstaltung am Sonntagmittag zu Ende. Dabei forderte Kardinal Rainer Maria Woelki die Gläubigen auf, der Welt ein menschlicheres Gesicht zu geben. „Machen wir es wie Adolf Kolping“, sagte der Kölner Erzbischof, „und erkennen Gott in jedem menschlichen Antlitz“. Foto0154Beispielhaft nannte Woelki die Flüchtlinge, die im Mittelmeer nur knapp dem Tod entrinnen, und die benachteiligten Jugendlichen, die keine Arbeitsstelle finden. „Ihnen muss unsere Solidarität gelten!“

DIGITAL CAMERABereits am Samstag war die Kölner Innenstadt fest in Kolping-Hand gewesen. Orangefarbene Schals, Mützen und Luftballons prägten das Bild in den Straßen. Höhepunkt war eine Kundgebung, die aus gegebenem Anlass dem Thema Flüchtlinge gewidmet war. Mitglieder des Kolping-Bundesverbands verlasen eine Erklärung, in der sie ihre Solidarität mit all jenen zum Ausdruck brachten, „die wegen ihrer Religion, Nationalität oder politischen Überzeugung verfolgt werden“. Das Grundrecht auf Asyl stehe für Kolping „nicht zur Debatte“, hieß es. Zugleich appellierten die Verbandsmitglieder an die Politik, im Dialog mit der Bevölkerung nach Lösungen in der Flüchtlingskrise zu suchen.

DIGITAL CAMERAIm Anschluss an eine Schweigeminute wurde das Ergebnis der großen Schuhspenden-Aktion bekanntgegeben. Im Andenken an Adolf Kolping, der gelernter Schumacher war, hatte das Kolpingwerk Teilnehmer und Kölner Bürger dazu aufgerufen, gut erhaltene Schuhe zu spenden. Den Anfang hatte kein geringerer als Papst emeritus Benedikt XVI. gemacht und ein Paar rote Schuhe vom Tiber an den Rhein geschickt. Auch Fußballweltmeister Per Mertesacker hatte sich mit einer Schuhspende beteiligt. Rund 22.000 Paar Schuhe kamen schließlich zusammen. Der Erlös von gut 11.000 Euro geht an das gemeinnützige Projekt „Blumenberg“ der Kolpingjugend im Diözesanverband Köln, die im Stadtteil Chorweiler eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche aller Kulturen und Religionen unterhält. (KNA)

DIGITAL CAMERA

DIGITAL CAMERA

(Text: red./katholisch.de; Bilder: Tatz)

Lesen Sie auch

Biologische Schädlingsbekämpfung

In der Heiligkreuzer Kirche ist der Wurm drin… Zumindest an einigen Balken der Dachstuhlkonstruktion und …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.