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Große Feier zum 40. Geburtstag von Pater Nelson

Was für die einen wie ein Ausschnitt aus Bollywood vorkommen mag ist für die anderen eine zutiefst religiöse Zeremonie. Beim inzwischen dritten Gottesdienst im syro-malarabischen Ritus, den Pater Nelson Parakkadath mit seinen 12 Mitbrüdern feierte, waren sehr viele Gläubige aus dem gesamten Pfarrverband gekommen. Pater Nelson, der an diesem Tag auch seinen 40sten Geburtstag feierte hatte die traditionellen indischen Lieder ausgesucht und sie mit Hilfe seiner Kollegen zusammengestellt. Die indischen Mitschwestern aus den Orden „Maria Heimsuchung“ und „Tochter Mariens“ in München, sowie die Missionsschwestern „Preshitharam“ aus Eggenfelden kamen und die Geistlichen im Gesang zu unterstützen. Mit diesen gesanglichen Stimmen wurde die Qurbana, die Darbringung in der Heiligen Messe mit den vielen Gesangselementen wie dem „Anna Pesaha Thirunnalil“ (Kyrie) und dem „Halleluja Padidunnen“ bewältigt. Der gesamte Qurbana ist eine ständige Darbringung von Lob, Ruhm, Ehre, Dank und Anbetung an den dreieinigen Gott und erinnert an das Leben, das Leiden, den Tod, das Begräbnis, die Auferstehung, die Himmelfahrt und die Wiederkunft Christi, des Erlösers.  In prachtvollen, goldgewirkten Gewändern zelebrierten sie den Gottesdienst, der grundsätzlich dem gewohnten Ablauf ähnelte.  Die 13 Geistlichen waren dabei in ihrer Sprache Malayalam und in dem Glauben versunken, der dem gleicht, den die Christen im Südwesten Indiens von den Anfängen her bewahrt haben. Nicht nur für sich selbst war es ein besonderer Höhepunkt, sondern auch für alle Anwesenden die sich eine Stunde lang in ferne Welten versetzt sahen.
In deutscher Sprache hielt Pfarrer Michael Witti die Predigt und stellte die Zahl 40 in den Vordergrund. „Die Zahl 40 hat es in sich, genauso wie du“, so Witti schmunzelnd. So sei es nicht nur die Sintflut, der Auszug aus Ägypten, das Verweilen von Mose auf dem Berg Sinai, Jesus‘ Tage in der Wüste oder die Zeit von Jesus‘ Auferstehung bis zur Himmelfahrt in denen die Zahl vierzig als Jahres- oder Tageszahl vorkäme. Vor allem bedeute diese Zahl einen Neuaufbruch. „Es beginnt einen neue Dimension in deinem Leben. Du sollst spüren, wofür Gott dich braucht.“ so Wittis Worte die er mit einem Wunsch für den Jubilar schloss: „Du sollst weiterhin nicht nur Segen spenden, du sollst Segen bleiben.“
Im Anschluss des eindrucksvollen Gottesdienstes ging es in Feichtner Festhalle, in der an die 350 00 Personen auf „Nelsons Curry“ warten. Mit seinen Mitbrüdern und -schwestern, sowie vielen weiteren fleißigen Händen wurden die Vorbereitungen zu dem Essen schon am Vormittag aufgenommen. Es wurde geschnippelt und gekocht, so dass jeder eine ausgiebige Kostprobe des indischen Gerichts mit der typischen Joghurtsoße und den „Pappadums“, den frittierten Linsenfladen erhielt.
Reich auch die Fülle an Glückwünschen, die Pater Nelson erreichten und so seine Beliebtheit im Pfarrverband unter Beweis stellten. Kinder, Senioren und viele weitere Gruppierungen brachten ihren Geburtstagsgruß mit Gedichten, G’stanzln und in Liedern dar. Die Böllerschützen aus Feichten feuerten dazu einen Ehrensalut ab. Dabei wurden auch die kleinen Eigenheiten wie die Feierfreude, die Liebe zum FC Bayern und zum Weißbier, vergessene Schlüssel und seiner Lederhosen und Haferlschuhe liebevoll aufs Korn genommen.
(Text/Bilder: Limmer)

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